Der Selbstbedienungs-Großhandel kam Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre aus den USA nach Deutschland. Vorläufer eigenständiger „Cash and Carry“-Betriebe waren schon Anfang der 50er Jahre Spezialabteilungen in bestehenden Liefergroßhandlungen.
Insbesondere durch die RATIO-Märkte in Bochum (1957) und Münster (1961) sowie die Märkte der Firma Handelshof in Haan (1959), Köln (1961) und Mönchengladbach (1963), aber auch durch die zwei Märkte der Gebrüder Karl und Theo Albrecht unter dem Namen ALIO in Neuss und Mülheim an der Ruhr (1961) sowie den ersten Markt der Metro in Essen (1963) wurde die Vertriebsform „Cash and Carry“ dann bekannt.
Die Geschichte des Zustellgroßhandels reicht wesentlich weiter in die Vergangenheit und kann nicht genau auf einen bestimmten Zeitraum eingegrenzt werden. Der Ursprung von vielen der heute bekannten Unternehmen liegt in dem Handel mit Kolonialwaren. Es ist bekannt, dass Anfang des 20. Jahrhunderts einige meist inhabergeführte Familienunternehmen begannen, systematisch Gastwirte und Betriebsküchen zu beliefern.